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In mir hat schon immer eine Nomadin gewohnt.


Deshalb bin ich ein Jahr mit Rucksack durch Südamerika gereist - davon circa acht Monate mit dem Pferd durch Ecuador. Wenn ich male, begebe ich mich ebenfalls immer wieder auf die Reise. Auf der Suche nach Ruhe und Geborgenheit entsteht für mich in jedem meiner Bilder ein neues Zuhause, eine Art Schutzraum, wenn es um mich herum laut ist. Das kann unter der Erde, im Weltraum oder unter Wasser sein.

Diese neu geborenen Welten dürfen von dem Betrachter besucht, entdeckt und auch bewohnt werden. Hier leben kleine und große Wesen, die sich manchmal zeigen und dann wieder verschwinden.

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Mein Arbeitsansatz

Meine Bildwelten entstehen prozessorientiert; überwiegend arbeite ich in Öl auf Leinwand. Dabei verwende ich unterschiedliche Werkzeuge wie Spachtel, Pinsel und meine Hände. Durch den Wechsel von Lasur und pastosem Farbauftrag entstehen Verdichtungen, Brüche, Übermalungen und Transformationen. Manche Inhalte lösen sich im Bild auf und warten an einer anderen Stelle auf einen Neubeginn. Es ist ein ständiges Verändern, Übermalen, Kratzen und Tasten. Erst wenn ich das Bild spüren kann, ist es für mich fertig. Oft arbeite ich mehrere Monate an einem Gemälde. Für mich ist das Bild ein Gefüge von Zeit. Jede Schicht trägt Spuren von Veränderung und macht sichtbar, was bereits vergangen ist. Dabei ist mir wichtig, die damit verbundene Vulnerabilität wie einen Schatz zu wahren. Inhaltlich interessiert mich das Verhältnis von Mikro- und Makrokosmos, von organischen Strukturen bis hin zu räumlicher Weite. Die Natur ist für mich mehr als ein Bildmotiv. Sie ist für mich die Meisterin in Wandel, Wiederkehr und Kontinuität. In meinen Bildern verschieben sich manche Gewissheiten. Leise stellen sie in Frage, was ist und was sein wird.

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